Mispel
Dezember
Dattelpflaume
Januar
Judasohr
Februar
Tageslilienblätter
März
Hopfensprossen
April
Bambussprossen
Mai
Tageslilienknospen
Juni
Maulbeere
Juli
Seitlinge
August
Nashibirne
September
Berglitschi
Oktober
Indianerbanane
November

Unsere Sammlung

Die fast komplette Sammlung aller Bäume, Sträucher und Mehrjährigen, die im Handel erhältlich sind, sind bei uns zu finden. Hierbei haben wir uns darauf konzentriert, dass irgendein Teil für den menschlichen Konsum geeignet ist. Das sind häufig die Triebspitzen, die Rinde, Blätter, Blüten und manchmal auch die Wurzeln

Gewürze

Frische Gewürze schmecken immer besser als die getrockneten. Einige Blätter, Blüten, Früchte sind würdige Ergänzungen für die Kochfreunde. Einige der Empfehlenswertesten sind die Süßdolde (Lakritzgeschmack), Zanthoxylum (als besonders aromatischer Pfeffer), Houtunia (Korianderapfelsinengeschmack), Sassafras (Fenchelaroma), Gagel (Lorbeerersatz), Agastache (umwerfend) und natürlich noch die vielen herkömmlichen und unbekannteren anderen Schätze im Garten.

Nüsse

Die Vielfalt der Nüsse, die im norddeutschen Klima gedeihen, ist beeindruckend. Zur Kostprobe stehen je nach Jahreszeit und Entwicklungsstadium zur Verfügung: Walnüsse, Schwarznüsse, Haselnüsse, Butternüsse, Pecannüsse, Herznüsse, Pimpernüsse, Flügelnüsse, Trazelnüsse, verschiedene Kastanien, Pinienkerne. Die Bäumen zu pflanzen ist ein Teil, der zweite Teil ist die Bäume zum Fruchten zu bringen. Hierzu brauchen manche Sorten einen Partner, der zur gleichen Zeit zur Blütenbildung kommt. Heimtückisch ist der Affenbaum. Er trägt erst nach 40 Jahren wunderschöne große Zapfen mit sehr schmackhaften großen Kernen. Aber was passiert wenn man 4 Weibchen angepflanzt hat. Dann reicht ein Menschenleben nicht. Teil 3 ist die Lagerung und Verarbeitung. Was macht man mit der Mini -Flügelnuss?
Mittlerweile tragen die verschiedene Walnüsse, Herznüsse, Haselnüsse und Kastanienen reichlich. Einige leckere Rezepte, wie Walnussbutter und eingelegte Babywalnüsse stehen schon zum Probieren bereit.

Blüten und Blütenknospen

Essbare Blüten werden immer beliebter und das zu Recht. Es gibt unter ihnen viele Delikatessen, aber es gibt auch Enttäuschungen. Jedenfalls kann nicht gesagt werden, dass was gut aussieht auch gut schmeckt. Die Familie der Magnolien ist besonders heimtückisch. Nur zwei Blüten sind für den Verzehr geeignet. Wobei die eine delikat schmeckt (m. kobus) und die andere abscheulich (m. grandiflora). Mittlerweile ist unsere Sammlung an Magnolien so groß, dass wir getrost die Bundeswehr zum Essen einladen können. Neben Magnolien haben wir auch andere Kostproben für die Besucher. Besonders gut sind die Knospen der Tageslilie. Nach vielen Kostproben haben wir die besten Sorten selektiert und über 10 Jahren vermehrt. Die Mühe hat sich aber gelohnt. Jedes Jahr freut man sich auf die gedünstete Knospenpfanne, wie auf den ersten Spargel.

Bambus

Bambussprossen kennt jeder. Dass der geeignete Bambus auch bei uns wächst, ist vielen unbekannt. 7 verschiedene Sorten haben wir angepflanzt und probiert. Wir ernten die frischen Triebe im Frühling, wenn sie um die 25 cm lang sind und einen Durchmesser ab 2,5 cm haben. Sie werden geschält und gekocht. Geschmacklich sind sie alle sehr gut. Manche Personen machen sich die Mühe ähnlich wie beim Spargel die Triebe anzuhäufeln. Hiermit werden die Triebe nicht grün und noch zarter. Einfacher ist es, alte schwarze Blumentöpfen über den Trieb zu stellen. In kleinen Gärten sollte eine Rhizomsperre angebracht werden. Manche Sorten wachsen gerne dort wo man es nicht möchte; dann kann der Nachbar gleich mit ernten. Achtung Bambus kann Mauern sprengen.

Pilze

Shitake im Winter

Die neue Herausforderung ist die Ansiedlung von Pilzen. Einige Sorten wachsen schon bei uns. Bereits einige Sorten haben mit kleiner Nachhilfe den Weg zu uns gefunden. Der Parasolpilz ist wörtlich ein Gourmetpilz. Weitere Sorten sind die Tintenröhrlinge, Bovisten, Maronen, Engerling, Champignons, Edelreizker, Judasohr, Butterpilz und Shitake. Die Krönung muss der Trüffel werden. Wir haben 2002 einige Bäume und Sträucher gepflanzt welche mit dem Myzel geimpft sind. Bodenvorbereitung und sonniger Standort sind sorgfaltig vorbereitet. Die Erfolgsquote der eigenen Trüffelanlagen ist nur gering. Der Spaß dafür groß.

Wasserpflanzen

Viele Wasserpflanzen sind für den Konsum geeignet. 2008 haben wir uns mit diesem Thema beschäftigt. Die vielversprechendsten sind wohl der Rohrkolben und das heimische Pfeilkraut. Die Rohrkolben haben wir gesät und wie Reis im Teich angebaut. Um die hundert Pflanzen müssen für eine Familie reichen. Die Literatur besagt, dass die jungen Triebe ähnliche Qualitäten wie Spargel haben. Wir sind gespannt. Schwierigkeiten hatten wir mit Pfeilkraut. Bei der Vermehrung waren die uneingeladenen Restaurantgäste bereits schneller: die Rehe. Überraschend sind die Lakritzkalmus und die Houtunia cordata (mit korianderzitronen Geschmack). Die anderen Sorten sind noch zu klein um zu probieren.

Wurzeln

Wurzeln kann man etwas schlechter sehen. Aber es gibt viele interessante Pflanzen, die essbare Wurzeln haben. Die bekannteste ist wohl Topinamur oder Erdbirne. Weniger bekannt ist, dass es von dieser Erdbirne auch eine Veredelung gibt mit größerer glatterer Wurzel. Sie können den ganzen Winter über geerntet werden. Weitere Sorten von Interesse sind verschiedene Knoblauchsorten, Tageslilien, Grundnüsse (Apios), winterharte Yam (dioscorea) und zur medizinischen Zwecken der sibirische Ginseng.

Saft

Baumssaft in seiner bekanntesten Form ist wohl der des Ahorns. Der Zuckerahorn spendet neben wunderbarem Herbstlaub auch noch einen kostbaren Saft im frühen Frühling. Dieser Saft wird, durch Bohrungen gewonnen, und als Sirup eingekocht. Neben dem Ahorn sind verschiedene andere Bäume für ihren Saft geeignet: Linde, Birke, Strahlengriffel, und Herznuss. Außer bei der Birke und der Linde, müssen wir uns noch ein wenig gedulden. Der Umfang des Stammes sollte mehr als 25 cm sein.